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Fokus auf der Wertschöpfung

16. Mai 2023

Die Existenzberechtigung einer Organisation basiert immer auf dem gesellschaftlichen Mehrwert, den eine Organisation leistet. Dieser Mehrwert wird in der Fachwelt auch Wertschöpfung bezeichnet. In einer Organisation gibt es jedoch auch viele Aktivitäten, die mit der direkten Wertschöpfung der Organisation nichts zu tun haben. Michel Porter unterscheidet die Aktivitäten einer Organisation in seiner Wert(schöpfungs)kette in

  • Primäraktivitäten, welche direkt zur Wertschöpfung beitragen (im Sinne Erstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung). Michel Porter ging sehr stark von einem Produktionsbetrieb aus, deshalb werden in seinem Grundmodell die Eingangslogistik, Produktion, Ausgangslogistik, Marketing und Vertrieb sowie der Kundenservice als Aktivitäten bezeichnet, die der Wertschöpfung dienen.
  • Unterstützungsaktivitäten, welche nur indirekt zur Wertschöpfung beitragen, indem sie die Basis für die Primäraktivitäten liefern. Im Grundmodell von Michel Porter sind das die Unternehmensinfrastruktur, Personalwirtschaft, Technologieentwicklung sowie die Beschaffung.

Forprofit verdienen nur mit den Primäraktivitäten Geld, zweckbasierte Organisationen leisten nur mit den Primäraktivitäten einen Beitrag zur Zweckerfüllung.

Die Prozesslandkarte des BusinessProzessManagements einer Organisation wird häufig unterteilt in

  • Führungs- (Management-) Prozesse
  • Kernprozesse
  • Unterstützende Prozesse

Auch hier haben wir die Unterteilung in Prozesse, die der Wertschöpfung dienen und solche, die nur indirekt zur Wertschöpfung beitragen.

Aus meiner Sicht muss die Leitung einer Organisation versuchen, den Fokus auf die Kernprozesse resp. Primäraktivitäten zu legen. Mit diesen wird die Existenz einer Organisation gerechtfertigt, aus diesen bildet sich die extern wahrgenommene Identität einer Organisation. Häufig werden in Organisationen jedoch die anderen Aktivitäten / Prozesse ausgebaut resp. mit steigenden Ressourcen alimentiert.  So entstanden und entstehen weiter viele Aufgaben resp. Tätigkeiten, die eigentlich sinnfrei sind, diese werden auch als Bullshit-Jobs bezeichnet. 

Es ist meine feste Überzeugung, dass zukünftig eine Vielzahl der unterstützenden Aktivitäten und Prozesse durch digitalisierte Prozesse und KI-Entscheidungen abgelöst werden und eine grosse Anzahl der Stellen in diesem Bereich verschwinden werden: bereits heute lassen sich rechtliche Überprüfungen, Übersetzungen, alle Aktivitäten des Rechnungswesens automatisieren.

Gerne begleite ich Sie auf dem Weg, den Fokus der eigenen Organisation auf die Wertschöpfung zu legen. Damit sparen Sie nicht nur Geld, Sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Ressourcenverschwendung. Denn selbst wenn wir uns Bullshit-Tätigkeiten finanziell leisten können, ökologisch ist diese Ressourcenverschwendung nicht mehr zu rechtfertigen.